„Der Blick hinein“: Kunstausstellung füllt leerstehende Ladenfläche

Von 16. bis 25. Oktober 2026 stellt die Malerin Katharina Wilhelm ihre Werke in der Hindenburgstraße 30 in Biberach aus. Die Ausstellung „Der Blick hinein“ wird von der Bruno-Frey-Stiftung als Teil des Bruno-Frey-Kulturpreises finanziert, mit dem Katharina Wilhelm 2025 in der Kategorie „Bildende Kunst“ ausgezeichnet wurde.

Darin gibt sie Einblick in eine wichtige Phase ihrer künstlerischen Entwicklung. Gezeigt werden aktuelle Malereien aus dem vergangenen Jahr, darunter Arbeiten, die während einer Künstlerresidenz in Nordnorwegen Ende 2025 sowie für ihre Diplomausstellung entstanden sind. In ihrer Malerei verbindet die Künstlerin unmittelbare Beobachtungen von Landschaft, Licht und Atmosphäre mit einer abstrahierten Bildsprache. Dabei wird eine derzeit leerstehende Ladenfläche in der Hindenburgstraße 30 zur temporären Kunstgalerie.

Katharina Wilhelm, die in Baltringen aufgewachsen und in Biberach zur Schule gegangen ist, zeigte bereits im Juni 2025 ihre erste Einzelausstellung in der Stiftung BC pro Arte. Im Juli 2026 absolvierte sie ihr Diplom an der Kunsthochschule Dresden und begann dort im Anschluss ihr Meisterschülerstudium.

Eröffnet wird die Ausstellung am 16. Oktober 2026 um 18 Uhr. Die Eröffnungsrede hält Dr. Stefan Krämer, Kurator und stellvertretender Museumsleiter Biberach.

Danach ist „Der Blick hinein“ bis 25. Oktober 2026 zu folgenden Zeiten zu sehen: Mittwoch von 10 bis 15 Uhr, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr, Samstag von 11 bis 14 Uhr sowie Sonntag von 10 bis 15 Uhr.

Keine Feuershow am Schützenfest: Bruno-Frey-Stiftung spendet trotzdem

Werner Drews und Christine Kapfer (Mitte) aus dem Vorstandsteam des Kinderschutzbundes Biberach e.V. danken Otto Dollinger (links) und Philipp Mohrschulz (rechts), Vorstände der Bruno-Frey-Stiftung, für die Spende in Höhe von 5.000 Euro. (Bildquelle: Bruno-Frey-Stiftung)

Nachdem die Charity-Feuershow der Gruppe „Biberfunkeln“ am diesjährigen Schützenfest nicht stattfand, hat sich die Bruno-Frey-Stiftung entschieden, den bereits geplanten Betrag dennoch auszuschütten. Die Spende in Höhe von 5.000 Euro kommt dem Kinderschutzbund Biberach e.V. zugute.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Biberacher Stiftung die Spendensumme von damals knapp 13.000 Euro um 5.000 Euro aufgestockt. Dies war auch für 2026 geplant. Doch dann konnte das Team von Biberfunkeln und die Schützendirektion keine Einigung erzielen. Mitte Juli wurde die Veranstaltung abgesagt.

„Für uns war es selbstverständlich, dass wir dennoch zu unserer Zusage stehen. Auch wenn die Gesamtsumme vielleicht kleiner ist, sind wir von der Bruno-Frey-Stiftung überzeugt, dass die wichtige Arbeit des Kinderschutzbundes Biberach unterstützt werden muss“, erklärt Philipp Mohrschulz, Vorstand der Bruno-Frey-Stiftung.

Bei der Spendenübergabe dankten Christine Kapfer und Werner Drews aus dem Vorstandsteam des Kinderschutzbunds der Stiftung. „Wir bedauern die Absage natürlich sehr. Umso mehr freuen wir uns, dass die Bruno-Frey-Stiftung uns dennoch unter die Arme greift“, so Werner Drews.

Happy Birthday, Bruno Frey!

Geboren am 30. Juni 1920 in Biberach, wirkt Bruno Freys Großzügigkeit in unserer Stadt und unserem Landkreis immer noch nach.

Seine Geschichte ist inspirierend: Nach Kriegsdienst und Jurastudium baute er als Unternehmer erfolgreich eine Maschinenfabrik auf und erarbeitete sich ein beträchtliches Vermögen. Obwohl er selbst kein Instrument spielte, waren Musik und Kultur ein wichtiger Teil seines Lebens.

Er engagierte sich bereits zu Lebzeiten und regelte auch sein Erbe entsprechend: Nach seinem Tod 2005 ging sein Vermögen von 27 Millionen Euro in die Bruno-Frey-Stiftung über, die bis heute kulturelle und soziale Projekte im Landkreis Biberach fördert.

Sein Vermächtnis lebt in der Bruno-Frey-Musikschule, dem Bruno-Frey-Musikpreis, dem Bruno-Frey-Kulturpreis und zahlreichen sozialen Projekten weiter.

Bruno-Frey-Stiftung spendet 100 Schulranzen

Freuten sich über die strahlenden Gesichter der zukünftigen Erstklässlerinnen und Erstklässler (v. l. n. r.): Tanja Lukat (Sachgebietsleiterin Jobcenter), Thomas Hagel (Geschäftsführer der Bruno-Frey-Stiftung), Carina Straub (Leiterin des Amts für Flüchtlinge und Integration des Landratsamts Biberach) und Harald Lämmle (Amtsleiter Jobcenter).

Chancengleichheit beginnt am ersten Schultag. Deshalb stellt die Bruno-Frey-Stiftung auch 2026 wieder rund 100 hochwertige Schulranzen im Gesamtwert von 8.000 Euro bereit. Mit den neuen Ranzen sollen alle Kinder im Landkreis Biberach gut vorbereitet ins Schulleben starten können, unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern.

Vergangene Woche verteilten Mitarbeitende des Landratsamts gemeinsam mit Carina Straub (Leiterin des Amts für Flüchtlinge und Integration des Landratsamts Biberach), Harald Lämmle (Amtsleiter Jobcenter) und Tanja Lukat (Sachgebietsleiterin Jobcenter) ca. 80 Schulranzen an Kinder aus Familien mit geringem Einkommen. Weitere Ranzen stehen für geflüchtete Kinder bereit, die im laufenden Schuljahr neu in die Region ziehen.

„Unser Stifter Bruno Frey hat die Unterstützung von Bedürftigen bewusst in den Stiftungszweck aufgenommen und dazu zählen auch Familien in finanziellen Notsituationen. Es ist in seinem Sinne, dass wir diese Aktion nun schon über viele Jahre finanzieren. Wir hoffen, dass die neuen Ranzen den Erstklässlerinnen und Erstklässlern die Einschulung erleichtern und sie mit Freude ins Schulleben starten“, erklärt Thomas Hagel, Geschäftsführer der Bruno-Frey-Stiftung.

Sponsoring des Landesjazzfestivals

Vom 10. bis 26. April finden in Biberach an verschiedenen Veranstaltungsorten Konzerte, Workshops und Mitmachangebote rund um den Jazz statt. Ein abwechslungsreiches Programm für alle, die Musik mögen – ganz gleich, ob Profi, Einsteiger:in oder einfach nur neugierig. 

Die Bruno-Frey-Stiftung unterstützt dabei Angebote, die Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte für Jazz begeistern. Ob Mitmachkonzert oder Workshop: Hier entsteht musikalische Inspiration, die Lust auf Neues macht.

Wir freuen uns auf zwei inspirierende Wochen voller Musik, Begegnungen und kreativer Energie. 

Mehr Infos: www.landesjazzfestival-bc.de

Wohnquartier Klostergarten: Übergabe von Haus 2

Freuen sich über das gelungene Bauprojekt (von links nach rechts): Otto Dollinger (Vorstand Bruno-Frey-Stiftung), Dominik Rommel (Geschäftsführer der illerSENIO), Thomas Hagel (Geschäftsführer Bruno-Frey-Stiftung), Jörg Hochhausen (Vorstandsvorsitzender Bruno-Frey-Stiftung) und Fridolin Schmid (Geschäftsführer der Matthäus Schmid Immobilien GmbH und Co. KG).

Pünktlich vor Einzug der ersten Mieter im April hat die Bruno-Frey-Stiftung das „Haus 2“ im neuen Wohnquartier Klostergarten in Laupheim übernommen. Die Stiftung, die vor allem für ihre Kulturförderung im Landkreis Biberach bekannt ist, investiert damit in ein ganzheitliches Wohnkonzept für Senioren.

Im Haus 2 stehen 16 Appartements mit zwei oder drei Zimmern zur Verfügung. Sämtliche Wohnungen sind seniorengerecht und werden durch den illerSENIO Caritasverein Illertissen vermietet und betreut. Das Haus ist Teil des neuen Quartiers „Wohnen im Klostergarten“ in unmittelbarer Nähe zur Laupheimer Innenstadt. Dort befinden sich auf über 1,1 Hektar ein Pflegeheim, ein Café-Restaurant, Gemeinschaftsräume sowie 110 Wohneinheiten. Eine Tagespflege, Veranstaltungsangebote und eine Sozialstation ermöglichen ein selbstbestimmtes, gut versorgtes Wohnen im Alter.

„Mit dem Haus im Klostergarten können wir zwei Ziele unserer Stiftung verbinden: Wir schaffen hochwertigen, bedarfsgerechten Wohnraum für ältere Menschen und investieren gleichzeitig in ein nachhaltiges, wirtschaftlich tragfähiges Projekt“, erklärt Jörg Hochhausen, Vorstand der Bruno-Frey-Stiftung. Thomas Hagel, Geschäftsführer der Stiftung, ergänzt: „Wir sind sehr zufrieden mit der Gestaltung und der Bauausführung. Es ist ein schönes, hochwertiges Gebäude, das zudem besonders nachhaltig ist.“ Die Bruno-Frey-Stiftung hat das Objekt von der Matthäus-Schmid-Gruppe aus Baltringen erworben.

Bei den Gebäuden im Quartier wurden nur zentrale Bereiche massiv gebaut und mit moderner Holzbauweise ergänzt – das spart rund die Hälfte der CO₂-Emissionen im Vergleich zum konventionellen Bauen. Energie für Wärme und Strom wird größtenteils direkt vor Ort erzeugt, dank Geothermie und Photovoltaik. Das Quartier ist damit klimaneutral.

Sing mit! Knapp 400 Kinder begeistern im Landkreis Biberach

Nach dem Erfolg von „Sing mit!“ im Schuljahr 2024/2025 ging das musikpädagogische Projekt im Herbst 2025 in die zweite Runde: Diesmal standen knapp 400 Kinder aus Kindergärten und Kindertagesstätten aus dem gesamten Landkreis Biberach im Rampenlicht. Finanziert wurde „Sing mit!“ erneut von der Bruno-Frey-Stiftung.

Das bewährte pädagogische Konzept der Landesmusikakademie Ochsenhausen setzte auch diesmal auf eine ganzheitliche Förderung der Kinder. „Singen weckt bei Kindern nicht nur Freude, sondern unterstützt sie in ihrer sprachlichen, körperlichen und sozialen Entwicklung. Die Kinder erleben Gemeinschaft und schöpfen Selbstvertrauen – das sehen wir jedes Mal“, berichtet Christine Wetzel, die gemeinsam mit Eva Klopp das Projekt leitete. Die beiden erfahrenen Akademiedozentinnen entwickelten das Programm speziell für die Bedürfnisse von Kita-Kindern.

Das Interesse der Kindertagesstätten an der Kombination aus Weiterbildung, Proben und Konzert war groß. Sieben Einrichtungen nahmen an „Sing mit!“ teil: der städtische Kindergarten Ringschnait, der Naturkindergarten Fürstenwald der Stadt Ochsenhausen, die katholischen Kindergärten St. Martinus in Erolzheim und St. Martin in Untersulmetingen, der Waldkindergarten Hölzle in Laupheim sowie die Evangelische Kindertageseinrichtung Talfeld und das Katholische Familienzentrum St. Nikolaus aus Biberach.

Große Begeisterung bei Kita-Personal und Kindern

Vorbereitend fanden Fortbildungen für die Erzieherinnen und Erzieher statt. Themen waren unter anderem kindgerechte Vermittlung von Liedern, altersgerechte Stimmbildung und die Verbindung von Musik und Bewegung. Während des laufenden Kindergartenjahres unterstützten die Dozentinnen der Landesmusikakademie die Kitas direkt vor Ort. Die Beobachtungen des Kita-Personals sprechen für sich: Auch Kinder, die sich sonst leicht ablenken lassen, waren beim Singen mit voller Konzentration und Begeisterung dabei. „Es war sehr schön zu sehen, wie das Projekt eine Entwicklung bei vielen Kindern angestoßen hat“, so eine Erzieherin. Auch die Kinder genossen die Proben und die Konzerte.

Viel Applaus bei vier Konzerten

Nach den großen Konzerten in Ochsenhausen mit in Summe 1.400 Kindern im vergangenen Jahr entschieden sich die Verantwortlichen der Landesakademie, dieses Mal aufgrund der jüngeren Zielgruppe kleinere, dezentrale Konzerte zu veranstalten. Zwischen dem 2. und 10. März 2026 waren Eltern und Verwandte zu vier Abschlusskonzerten in Ochsenhausen, Erolzheim, Untersulmetingen und Bergerhausen bei Biberach eingeladen. Eingebettet in eine Geschichte, einer Reise um die Welt, brachten die Vorschulkinder die übers Jahr erarbeiteten Lieder auf die Bühne, begleitet von einer professionellen Band. Darüber hinaus gab es Mitmachlieder und Bewegungstänze für alle anwesenden Kinder. Das Publikum war begeistert und der Beifall für die kleinen Sängerinnen und Sänger groß. Lieder wie „Karibu – Herzlich Willkommen“ oder „Der Ping Pong Pinguin “ sorgten für fröhliche Stimmung. „Das Projekt ist eine großartige Chance, alle beteiligten Kinder für Musik und das gemeinsame Singen zu begeistern“, erklärt Dozentin Eva Klopp.

Die „Sing mit!“-Konzerte waren gut besucht wie hier der Auftritt in des Kindergartens St. Martinus in der Mehrzweckhalle Erolzheim.

Freude an Musik erleben

Mit den Konzerten ging die Projektphase für die Kindertagesstätten zu Ende. Zu Beginn des kommenden Schuljahres startet „Sing mit!“ für die Grundschulen in eine neue Runde. „Dieses Projekt ist in seiner Nachhaltigkeit einzigartig“, so Profimusiker und Bandmitglied Veit Hübner. Auch Thomas Hagel, Geschäftsführer der Bruno-Frey-Stiftung, zieht ein positives Fazit: „Unser Stifter wollte, dass möglichst viele Kinder im Landkreis Biberach Freude an Musik erleben. Das ist uns mit diesem Projekt auf jeden Fall gelungen.“

Die kleinen Besucherinnen und -besucher konnten nicht nur zuhören, sondern auch mitmachen – etwa beim Konzert des Kath. Kindergartens St. Martin (Untersulmetingen) und des Waldkindergartens Hölzle (Laupheim) in der Mehrzweckhalle Untersulmetingen.
Die vier Abschlusskonzerte des „Sing mit!“-Projekts fanden zwischen 2. und 10. März 2026 statt. Im Bild das Auftaktkonzert in Ochsenhausen mit dem städtischen Kindergarten Ringschnait und dem Naturkindergarten Fürstenwald (Ochsenhausen).

Bis zu 400.000 Euro für kulturelle und soziale Projekte geplant

„Sing mit“ war 2025 mit 1.400 Kindern und 16 Grundschulen das größte pädagogische Projekt, das die Landesakademie Ochsenhausen bislang durchgeführt hat. 2026 wird das erfolgreiche Konzept mit sieben Kindertagesstätten fortgesetzt – finanziert von der Bruno-Frey-Stiftung. (Bildquelle: Landesmusikakademie Ochsenhausen)

 

Ob Musikpreise, mobile Kindersozialarbeit, Tafelladen oder FreeFlow Festival: Die Bruno-Frey-Stiftung unterstützte im vergangenen Jahr über 60 Projekte und Organisationen im Kreis Biberach mit einer Gesamtsumme von rund 370.000 Euro. Für dieses Jahr erhöht die Stiftung die Spendensumme auf bis zu 400.000 Euro. Darin ist auch ein ansehnlicher Betrag für das Chorprojekt „Sing mit“ sowie das Landesjazzfestival enthalten, das im April in Biberach stattfindet.

Als der gebürtige Biberacher Bruno Frey am 23. Februar 2005 verstarb, vermachte er sein Vermögen von über 27 Millionen Euro der Bruno-Frey-Stiftung. Seit 20 Jahren finanziert die Stiftung mit den Erträgen dieses Kapitals kulturelle und soziale Vorhaben im Landkreis Biberach.

370.000 Euro Spenden im Jahr 2025
Im vergangenen Jahr flossen rund 220.000 Euro in den kulturellen und 150.000 Euro in den sozialen Bereich. Die höchste Summe entfiel 2025 auf Preise und Wettbewerbe wie den Bruno-Frey-Musikpreis der Landesakademie in Ochsenhausen oder den Bruno-Frey-Kulturpreis. Auch Chorprojekte wie „Sing mit“ für Grundschulen und Kindertagesstätten im Landkreis Biberach oder Konzerte wie das FreeFlow Festival unterstützte die Stiftung mit größeren Beträgen. Zudem gingen zahlreiche Spenden im drei- bis vierstelligen Eurobereich an Theater-, Kunst- und Musikprojekte.

Bruno Frey, Bruno-Frey-Stiftung
Bruno Frey
Zur Verleihung des Bruno-Frey-Musikpreises 2025 konnten Jörg Hochhausen (Vorstand Bruno-Frey-Stiftung, links) und Klaus K. Weigele (Direktor der Landesmusikakademie, rechts) die damalige Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Mitte, im Kreis der Preisträgerinnen und Preisträger) begrüßen. (Bildquelle: Bruno-Frey-Stiftung)

Im sozialen Bereich bildete das Projekt „Kischufant“ einen Förderschwerpunkt. Das Streetwork-Projekt des Kinderschutzbundes Biberach kümmert sich um gefährdete Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren, die sich immer häufiger auf der Straße aufhalten. Hinzu kamen weitere Spenden, etwa für Projekte von Caritas, Diakonie, Tafelläden oder Sprachförderung.

Engagement wird 2026 weiter ausgebaut
Viele Projekte aus dem Vorjahr wird die Bruno-Frey-Stiftung auch weiterhin unterstützen. So laufen die Förderzusagen für das FreeFlow Festival bis 2026 und für „Kischufant“ bis 2027. Das Chorprojekt „Sing mit“ in Zusammenarbeit mit der Landesmusikakademie Ochsenhausen wird ebenfalls fortgesetzt. Nach dem Erfolg an Grundschulen im Landkreis Biberach probt das Team aktuell an sieben Kindertagesstätten mit knapp 400 Kindern. Im März sind vier Konzerte geplant.

Auch die Partnerschaften im sozialen Bereich haben sich bewährt. Beispielsweise wird es in diesem Jahr erneut eine Schulranzenaktion in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt geben, bei der Erstklässler aus einkommensschwachen Familien einen Schulranzen erhalten.

Zudem hält die Stiftung am Engagement bei Preisen und Wettbewerben fest, etwa am Bruno-Frey-Musikpreis, der vor rund 30 Jahren von Bruno Frey selbst initiiert wurde und sich zu einem renommierten Preis für musikalische Talente entwickelt hat.

„Was uns als Stiftung auszeichnet, ist erstens die Vielfalt der geförderten Projekte – ob klein, ob groß, ob kulturell, ob sozial oder beides. Zweitens ist unser Engagement klar auf die Stadt und den Landkreis Biberach begrenzt. So hat es Bruno Frey festgelegt“, erklärt Thomas Hagel, Geschäftsführer der Bruno-Frey-Stiftung. „Wir freuen uns, auch 2026 wieder in seinem Namen das kulturelle und soziale Leben in unserer Region bereichern zu können. So halten wir auch die Erinnerung an diesen besonderen Menschen wach.“

Ein weiteres Beispiel für ein gefördertes Projekt ist die Bücherkoffer-Aktion des Landratsamts Biberach für Kinder mit Sprachförderbedarf in den Vorbereitungsklassen von verschiedenen Grundschulen im Landkreis. (Bildquelle: Landratsamt)

Bruno-Frey-Stiftung 20 Jahre rechtsfähig

Heute vor 20 Jahren erkannte das Regierungspräsidium Tübingen die Bruno-Frey-Stiftung als rechtsfähig an. 

Nachdem wir 2025 mit einem wunderbaren Konzert an den 20. Todestag unseres Stifters Bruno Frey erinnert haben, jährt sich heute das Datum unserer Anerkennung als Stiftung zum 20. Mal. Seit 30. Januar 2006 sind wir als Stiftung des bürgerlichen Rechts rechtsfähig. 

Rückblickend war dies der Start für ein breites Engagement in unseren vier Schwerpunktbereichen:

Musik, Kunst & Kultur
Zum Beispiel: Förderung von Musikgruppen, -vereinen, -schulen und -veranstaltungen, Vergabe von Musikpreisen, Unterstützung der Jugendkunstschule, alle zwei Jahre die Vergabe des Bruno-Frey-Kulturpreises

Bildungsförderung
Zum Beispiel: Lese- und Sprachförderung für Kinder, Bildungspartnerschaften, Unterstützung von Schulprojekten, Bücherkoffer für Integrationsklassen

Kinder- und Jugendarbeit
Zum Beispiel: Unterstützung von Jugendgruppen, Vereinen und Freizeiten, Präventions- und Aufklärungsarbeit, Projekte für Kinder und Jugendliche

Soziales & Integration
Zum Beispiel: Förderung von sozialen Projekten, etwas von der Wohnungslosenhilfe Biberach oder der Caritas, Integration von Geflüchteten, Projekte für Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche, Unterstützung von Tafelläden

Bruno Freys Vision war es, das kulturelle und soziale Leben im Kreis Biberach zu fördern – besonders für junge Menschen. Diesen Auftrag leben wir als Bruno-Frey-Stiftung weiter.

Bücherkoffer übergeben

Vor Kurzem brachte Katharina Jehle vom Regionalen Bildungsbüro die ersten beiden prall gefüllten Bücherkoffer an die Braith-Schule Biberach und die Grundschule Kirchdorf. Dort wurden sie von Lea Lutz (Braith-Schule) sowie Lisa Blessing, Jasmin Jovanovic und Isabelle Eisleb (Kirchdorf) entgegengenommen.

Die Bücherkoffer unterstützen Kinder mit Sprachförderbedarf in den Vorbereitungsklassen und eröffnen ihnen neue Perspektiven. Besonders für Kinder, die Deutsch als neue Sprache lernen, sind Bücher wichtige Begleiter auf ihrem Bildungsweg. 

„Es war schön zu sehen, wie begeistert und interessiert die Kinder an den Büchern waren“, berichtet Katharina Jehle. „Jedes vorgelesene oder gelesene Wort erweitert den Wortschatz und öffnet neue Bildungschancen.“

Das Regionale Bildungsbüro des Landratsamts Biberach unterstützt 2026 drei Grundschulen im Kreis mit Bücherkoffern, die von Bruno-Frey-Stiftung finanziert werden. Die Mittelberg-Grundschule in Biberach macht das Trio komplett. Kooperationspartner ist der Verein coach@school, der das Bücherkofferprogramm entwickelt hat.

Als Bruno-Frey-Stiftung fördern wir auf diesem Weg die Bildungschancen für Kinder in unserer Region. Damit Lesen verbindet, bildet und begeistert.

📸 Landratsamt Biberach